Mondgeschichte

Dem Schicksal begegnet

 Ich beschäftigte mich schon immer mit den Dingen „dahinter“, dem Verborgenem und Unsichtbarem.Einige Menschen nennen das übernatürlich oder übersinnlich.Ja, ich glaube an das Magische, das Bewusste, das energetische.Da es ein sehr persönlicher Blog sein soll, werdet ihr hier wenig wissenschaftliche Daten und Zusammenhänge finden.Mir geht es eher um meine Erfahrungen und wie ich meinen Alltag mit dem Glauben an bestimmte Energien und Kräfte erlebe.
Das erste Mal bewusst mit Religion & Spiritualität habe ich mich auseinandergesetzt als ich 18 war.Ich hörte Bob Marley & The Wailers und wollte die Welt verändern. Alles ging mir nicht sozial, fair und liebevoll genug zu.Ich arbeitete in einem Wohnbereich für behinderte Kinder und erlebte die ersten Male wie die Arbeit mit Menschen mich zutiefst erdete und dankbar machte.Ich schockierte meine Eltern mit Dreadlocks, Räucherstäbchen und zu lautem Bass.Nein, ich wollte keine Beamtin werden und es war klar, dass ich wohl das „Sorgenkind“ bleibe.In einer Kleinstadt in der Nähe von Berlin ist der Horizont immer etwas kleiner gewesen und so zog es mich in die Großstadt-bloß Gleichgesinnte finden!Ich zelebrierte den Freitag als Sabbat und las die Bibel.Ich fühlte mich angezogen von dem Bewusstsein der Rastafaris und dachte, dass ich gefunden habe was ich vergeblich suchte.Ich hatte weniger Kontakt zu meinen alten Freunden und veränderte meinen Blick auf die Dinge.
In einem Raster (ha ha..) aus Ritualen und selbstauferlegten Regeln genoss ich die eingeschränkte Freiheit eine Bezeichnung zu besitzen.Ich lernte zu trommeln und wie man ein Land lieben kann, das man noch nie gesehen hat.Ich verliebte mich in die Vorstellung durch meinen Turban ein besserer Mensch zu sein und dann wurde ich schwanger.Plötzlich fühlte ich mich eingeengt und gar nicht mehr so frei wie ich dachte zu sein.Ich wollte meine Dreadlocks spüren anstatt sie zu verbergen, ich wollte den Freitag zelebrieren wenn ich es fühlte und ich wollte gar nicht so sehr nach Äthiopien, wie ich immer dachte.Dieser Wandel machte mir Angst und ich riss aus, trennte mich von den Dingen & Menschen, die mich einengten und dann wurde ich Mama.Die Erfahrung, mein wunderschönes Kind allein auf die Welt zu bringen, lehrte mich mehr Bewusstsein und Vertrauen in das Leben, als Alles was ich bisher erlebte.
Ich lernte meine Ängste wahrzunehmen, zu akzeptieren und zu hinterfragen.Dieser Prozess läuft stetig weiter und ich bin dankbar für jede Erkenntnis auf diesem Weg.Ich lernte Menschen kennen die mir Dinge gezeigt haben und mich inspiriert haben.Vor kurzem erfüllte ich mir den Traum von einer Reise nur mit mir, das wollte ich schon immer nachholen und Bali war wohl einer der besten Orte für dieses Vorhaben.Ich bin mir sicher, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, weil es kein falsch gibt.Nur Erfahrungen mit denen man umgehen muss und aus denen man lernt.
Das Leben findet statt, du musst nur hingehen.
Maktub.